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Silikone in der Kosmetik – wirklich so schlimm?

Silikon ist in der Kosmetik kaum noch wegzudenken: knapp 90 Prozent aller hierzulande erhältlicher Spülungen enthalten den ominösen Inhaltsstoff. Doch welchen Nutzen hat Silikon in der Kosmetik und ist das synthetische Polymer wirklich so schädlich, wie sein Ruf ihm nachspricht?

Gefährden Silikone in der Kosmetik die Gesundheit?

Silikone gehören zu den synthetisierten Polymeren und werden meist aus Erdöl gewonnen. Da der Stoff sehr wandelbar ist, sind auch seine Einsatzgebiete recht vielfältig. So kommen Silikone auch zum Abdichten von Fugen zum Einsatz oder finden sich in Brust-Implantaten oder in der Küche als Kuchenform vor. In der Kosmetik hat das Silikon die Aufgabe, sich wie ein Schutzmantel um das Haar zu legen und ihm Glanz zu verleihen. Das Haar wirkt vital und geschmeidig. Leider bleiben Silikone nach der Anwendung gerne im Haar kleben und provozieren ein verstärktes Fetten. Doch auch in Hautcremes stecken vermehrt Silikone, die problematische Auswirkungen nach sich ziehen können. Wie ein Film legen sich die Silikone über die Haut und erzeugen einen glättenden Effekt sowie ein weiches Hautgefühl. Die Langzeitwirkungen sind jedoch fatal für die Haut. Auf längere Sicht gesehen verstopfen Hautcremes mit Silikonen die Hautporen und verhindern die hauteigeneRegeneration: die Haut wird spröde, rissig und trocknet aus.

Schaden Silikone der Umwelt? 

Auch die Umwelt leidet unter der vermehrten Verwendung von Silikonen in der Kosmetik. Schon durch den reinen Herstellungsprozess gelangen große Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre. Nicht zuletzt wirken sich Silikone auch schlecht auf unser Grundwasser aus. Täglich wandern große Mengen an silikonhaltigen Cremes, Shampoos oder Spühlungen durch die Abflüsse ins Abwasser. Doch nicht alle Silikone lassen sich in Kläranlagen herausfiltern. Überreste gelangen so in den Kreislauf der Natur und als Dünger auf die Felder. Über die Nahrungskette gelangen Silikone letztlich auch in den menschlichen Organismus und sind im Menschen nachweisbar. Da Silikone aufgrund ihrer Beschaffenheit nur schwer abbaubar sind, bleiben Silikone sehr lange im Umlauf. Auch wenn die komplexen Auswirkungen von Silikonen auf die Gesundheit noch nicht gänzlich erforscht sind, solltest du deiner Gesundheit und der Natur zuliebe auf silikonfreie Alternativen umsteigen.

Welche Alternativen gibt es? 

Der Markt ist mit silikonhaltigen Kosmetika geradezu überschwemmt. Dennoch gibt es silikonfreie Alternativen auf dem Markt. Die Rede ist von sogenannter Naturkosmetik. Statt auf Silikone, greifen diese Produkte auf natürliche Öle zurück. Diese natürlichen Öle legen sich wie ein Schutzfilm über die Haut, lassen die Haut jedoch atmen. Eine natürliche Regeneration der Haut wird somit gewährleistet. Auch Mineralöle sucht man in der Naturkosmetik vergeblich.

 

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